Rechenschaftsbericht des Vorstandes für 2020, Merseburger Altstadtverein e.V.

 


Das Arbeitsprogramm für 2020 wurde in der Mitgliederversammlung am 26. Februar beschlossen. Es war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen, dass durch die Corona-Pandemie später mögliche Aktivitäten stark reduziert werden würden. So wurde zwar eine Exkursion geplant und vorbereitet, konnte aber nicht mehr durchgeführt werden, es konnte kein Arbeitseinsatz sattfinden, kein Sommerfest, kein Schlossfest und kein Konzert wie üblich in der Neumarktkirche. Andere Aktivitäten konnten dennoch unter einschränkenden Bedingungen stattfinden.

Die wichtigsten Ereignisse und Projekte in 2020 werden nachfolgend kurz dargestellt:

• Am 15. Januar wird in der Sixtistraße ein erstes Straßenzusatzschild angebracht. Zum Neujahrsempfang der Stadt Merseburg wird zu Spenden für das Stadtmodell aufgerufen, das unter der Regie des Rotary- Clubs erstellt werden soll.

• Am 11. Februar schließt der Verein einen Patenschaftsvertrag mit der TOTAL-Raffinerie Leuna, der eine Spende an den Verein in Höhe von 5.000 € zum Gegenstand hat, die u.a. verwendet werden soll für die Restaurierung des Brunnens auf dem Domplatz, zur Erstellung je eines Flyers für die Kinderorgel im Dom und für den Stadtfriedhof sowie zur Unterstützung des Museums bei der Herausgabe einer Publikation über Tagebücher französischer Kriegsgefangener im Ersten Weltkrieg. Der Verein erklärt seine Mitwirkung an einem Sommerfest der Raffinerie im Mai, das aber nicht stattfinden kann.

• Die Volks- und Raiffeisenbank Saale-Unstrut eG übergibt dem Verein ebenfalls im Februar aus dem Reinertrag VR-GewinnSparen eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 1.000,00 € zweckgebunden für die Veröffentlichung „Das Peterskloster in der Merseburger Altenburg“.

• Am 13. Februar unterstützt der Verein eine Publikation des Landesheimatbundes zu Friedrich Zollinger mit 500,00 €.

• Im März überweist der Verein laut Beschluss der Mitgliederversammlung 1.000 € an den Förderverein des Rotary-Clubs für das Stadtmodell und 1.500 € an das Museum Merseburg für die Tagebücher französischer Kriegsgefangener. Am 11. März wird in der Hugo-Vogel-Straße das 40. Straßenzusatzschild in der Stadt Merseburg angebracht.

• Infolge des Ablebens des Merseburger Arztes Dr. Köpernick rief dessen Familie dazu auf, in seinem Sinne für den Merseburger Altstadtverein zu spenden. Im Juli und August kamen Spenden in Höhe von insgesamt 3.345,00 € zusammen.

• Am 22. Juli wurde das 41. Straßenzusatzschild in der von-Harnack-Straße, am 26. August das 42. Schild in der Gotthardstraße und am 9. September das 43. Schild in der Gustav-Adolf-Straße angebracht.

• Im Zusammenhang mit der Weihe der originalgetreu restaurierten Gerhardt-Orgel in der Stadtkirche bot der Verein zu der Festveranstaltung am 12. September Spiele vor allem für Kinder, aber auch für Erwachsene auf dem Entenplan an.

• Am Samstag dem 19 September wird vom Verein mit Vertretern der Stadt Merseburg ein von Studenten der FH erarbeiteter Audiowalk in Merseburg-Süd am ehemaligen Kriegsgefangenenlager im Ersten Weltkrieg eröffnet. Am gleichen Tag wird der Merseburger Stadtfriedhof offiziell als „Immaterielles Erbe Friedhofskultur“ in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Hieran haben auch die Aktivitäten des Vereins in der Vergangenheit und Gegenwart einen erheblichen Anteil.

• Auf dem Merseburger Stadtfriedhof werden im Herbst seitens der Stadt auch der Obelisk konserviert und die Anlage ansprechend wiederhergestellt, die an die Verstorbenen aus dem Merseburger Kriegsgefangenenlager aus dem Ersten Weltkrieg erinnert, insbesondere an die russischen Gefangenen, deren Gebeine sich dort noch befinden. Anstoß und inhaltlich wesentliche Zuarbeiten erfolgten durch den Altstadtverein.

• Am 27. Oktober wird am Standort des ehemaligen Gasthofes „Goldener Arm“ in der Burgstraße eine von Verein gestaltete und finanzierte Erinnerungstafel angebracht und enthüllt.

• Am 28. Oktober wird in der Erwinstraße das letzte Straßenzusatzschild für das Jahr 2020 angebracht. Weitere geplante Termine müssen wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden.

• Ebenfalls noch am 28. Oktober wird in der Hofstube das Buch „Kunst im Lager“ von den Autoren und dem Herausgebe präsentiert. Die Finanzierung lief über den Verein mit Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt, des Kreises und aus Eigenmitteln. Nach Vorlage des Buches beteiligte sich auch die Landeszentrale für politische Bildung mit einem Anteil.

• Am 20. November überweist der Verein 4.000 € an die Vereinigten Domstifter für die Restaurierung des Brunnens auf dem Domplatz, die im Jahr der 1000-jährigen Domweihe 2021 erfolgen soll.

• Im Dezember wird auch der neue von Vereinsmitgliedern gestaltete Friedhofsflyer vorgelegt und ist in der Friedhofsverwaltung und in der Tourist-Information kostenlos erhältlich. Der Flyer Kinderorgel wird ebenfalls fertig und dessen Druck am 14.12. finanziert mit rund 500 €. Die Vorlage kann jedoch erst 2021 erfolgen.

• Im Dezember ist auch die in der Mitgliederversammlung beschlossene neue und dauerhaft pflegearme Gestaltung der VIP-Gräber auf dem Merseburger Stadtfriedhof abgeschlossen. Die Rechnung in Höhe von 1.183,21 € wird vom Verein beglichen.